FAQs

Aufstellungsarbeit

Was ist eine Aufstellung?


Systemische Aufstellungsarbeit ist eine schnelle und lösungsorientierte Methode, um innere Bilder darzustellen, die individuelle Realität abzubilden, die Ursachen sichtbar macht, die Zusammenhänge verstehen lässt, die Lösungen aufzeigt, die Heilung zulässt und die Entscheidungshilfe leisten kann. Die Ursprünge für die Entwicklung der Methode liegen u.a. bei Virginia Satir im Psychodrama. Auch Bert Hellinger hat viel zur Weiterentwicklung des Familienstellens getan, auch wenn er in späteren Jahren als sehr umstritten galt. Ich habe seit 2002 viele Aus- und Fortbildungen im Bereich der Organisations- und Strukturaufstellung, sowie im Familienaufstellen bei verschiedenen Größen der Szene gemacht (u.a. Mathias Varga von Kibed, Franz Ruppert und mehr). So konnte ich viele verschiedene "Formate" kennenlernen, ausprobieren und über die Jahre meinen eigenen Stil entwickeln. Auch ich entwickle mich dabei immer noch weiter, sammle Erfahrung und entdecke immer wieder neue Möglichkeiten. Das passende "Format" wähle ich je nach Anliegen, dabei folge ich auch oft meiner Intuition.




Wie läuft das ab?


Nach erstellung eines Psycho-Genogramms (Vorlage und Anleitung zum Download auf dieser Webseite) und einem Vorgespräch werden die relevanten Systemelemente benannt und mit menschlichen RepräsentantInnen besetzt. Die RepräsentantInnen benutzen dabei ihren Körper als Wahrnehmungsorgan, d.h. sie geben einfach wieder, was sie spüren und wahrnehmen. Sie brauchen nichts über das System oder die Menschen darin zu wissen. Gedanken und Interpretationen sind nicht relevant und auch unerwünscht. Impulse und auftretende Symptome werden hingegen ernstgenommen und damit weitergearbeitet.

Ich als Aufstellungsleiterin stelle die RepräsentantInnen nach systemischen Prinzipien um und biete Rituale an, die symptomheilend sind. Dieser Prozess wird so lange fortgesetzt, bis das gesamte System Ruhe oder einen anderen ressourcenreicheren Zustand erreicht hat.
Es gibt während der Prozesse teilweise sehr heftige Emotionen, die zur Verarbeitung dazugehören. Deshalb ist eine der wichtigsten Regeln beim Aufstellen, dass keiner der RepräsentantInnen einfach den Raum verlässt, auch wenn es momentan unangenehm ist. In so einem Fall meldet man sich, dann kann ich damit arbeiten und so zur Erleichterung führen. Sowohl die AnliegenbringerIn als auch die Repräsentantinnen profitieren in hohem Maße! Die entscheidenenden Sätze der Aufstellung werden am Ende für das Weiterarbeiten mit dem Ergebnis gesammelt, um langfristig wirksame Veränderungen im Leben zu integrieren. Unmittelbar nach der Aufstellung wirst du dazu angehalten, die Arbeit wirken zu lassen und möglichst wenig darüber zu reden, um den Kopf so lange wie möglich draußen zu halten. Immerhin funktioniert diese Methode auf einer Ebene, die wir mit dem Kopf nicht oder nur sehr schwer erreichen. Es wäre doch schade darum, diese Chance gleich wieder zu zerdenken.




Mir ist das unheimlich. Wie kann das funktionieren?


Die Wissenschaft der Epigenetik beschäftigt sich mit der Weitergabe von Traumata über Generationsgrenzen hinaus - so wie die DNA sich in deinen Genen wiederfindet, so werden auch schwere Schicksalserfahrungen weitervererbt.

Die RepräsentantInnen werden intuitiv von der AnliegenbringerIn im Raum aufgestellt und dabei in sogenannte "morphologische Felder" geführt. Dort erleben sie die Energie der Rolle und die damit verbundenen Emotionen. Bisweilen nehmen RepräsentantInnen sogar die Gesichtszüge und die typische Sprache der vertretenen Person an. Das wird verständlicherweise immer wieder als etwas unheimlich erlebt. Es bestätigt jedoch nur die Theorie der morphologischen bzw. morphogenetischen Felder.

Da alles im Universum Energie ist und Emotionen Energie verstärken, sind im Familiensystem diese Energien stark spürbar - schließlich sind wir auf der existenziellen Ebene dort für immer miteinander verbunden, allein durch den Fakt, dass zwei Menschen sich vereinigt haben und neues Leben daraus entstand. Das ist übrigens einer der wenigen unveränderlichen Fakten: es gibt nur einen Vater und nur eine Mutter, durch die das Leben zu dir gekommen ist. Unabhängig davon, ob wir diese Personen kennen und auch davon, wie die Beziehung zu ihnen verlaufen ist. Wir sind verbunden.

Diese Verbindung äußert sich oft durch unbewusste Loyalitäten, die sich im echten Leben auf verschiedene Arten ausdrücken:

- ich mache es wie du,

- ich mache es für dich,

- ich mache es statt dir.

Die Varianten schließen einander nicht aus. Loyalität ist oftmals gleichzusetzen mit Liebe oder auch mit Ehrerbietung, die wir den Ahnen erweisen. Leider manchmal auf ungesunde weise. Die Aufstellungsmethode bietet hervorragende Wege, diese zu lösen bzw. zu verändern, so dass es eine gesundere Form annimmt. Die Liebe darf bleiben.




Was sind generationenübergreifende Traumata?


Wenn man bedenkt, dass die Generation unserer Groß- und Urgroßeltern einen oder gar zwei Weltkriege miterlebt haben, wird klar, dass schwerwiegende Traumata wie beispielsweise Vertreibung, Mord/Gewalt, Vergewaltigungen, Abtreibungen, verlorene Familienmitglieder, Verleugnung und vieles mehr in deren Leben vorkam. Selbst traumatisiert standen diese Menschen oftmals ihrer Familie dann emotional nicht so zur Verfügung, wie es gesunde Eltern können. Solche Beziehungen verlaufen nicht so nährend, wie sie sein sollten. Jede Generation kann nur weitergeben, was sie selbst erfahren hat und konzentriert sich auf eigene Lebensrealitäten. Wer selbst Hunger, Not, Gewalt und dergleichen erlebt hat, danach sein Leben lang strebte, sichere Rahmenbedingungen wieder aufzubauen, hat oft selbst kein Verständnis für die emotionalen Nöte unserer Generation: schließlich haben wir ja nun alles: ein sicheres Zuhause, einen ungefährlichen Job, genug zu essen etc. Auch dieses Unverständnis schmerzt. Die Aufstellungsmethode bietet auch hier Chancen, die Verbindung zwischen den Generationen wieder frei zu machen, so dass eine Versöhnung möglich wird.




Was sind geeignete Themen für Aufstellungsarbeit?


Wenn du merkst, dass sich Herausforderungen in deiner Familie wiederholen, wie z.b. Geldverlust, gewaltvolle Beziehungen, Verrat, fehlende Lebensfreude, broken-heart-syndrome, etc. Wenn es unerklärliche Phänomene oder (Krankheits-)Symptome in deinem Leben gibt, die nicht mit herkömmlichen Methoden in den Griff zu bekommen sind. Wenn du spürst, dass du belastet bist, es aber keinen "objektiven Grund" dafür gibt. Wenn du dich blockiert fühlst, in deine eigene Kraft zu kommen. Ziele da sind, aber irgendwie unerreichbar bleiben, weil immer irgendwas dazwischen kommt. Wenn Ziele nicht klar fokussiert werden können. Wenn du dringend Abgrenzung brauchst, die im echten Leben nicht lebbar erscheint. Wenn die Vergangenheit und die Geschichte dich gefühlt nicht loslässt. Entscheidungssituationen. Wenn alte Geschichten einfach nicht zur Ruhe kommen können. Unverarbeitete Trennungen, unklare Beziehungsverhältnisse, fehlende Aussöhnungen. Eigene Traumata und ihre Folgen im alltäglichen Leben. uvm.




Was kostet das?


Bei mir kostet eine Aufstellung als AnliegenbringerIn dzt. 170,-€, RepräsentantInnen bezahlen 20,-€ pro Termin. TeilnehmerInnen, die einen Nachweis zu Ausbildungszwecken benötigen, zahlen 50,-€ pro Termin. Üblicherweise stelle ich samstags auf, um möglichst viele Anliegen unterzubringen (max. 4), manchmal auch abends (2 Anliegen). Das Vorgespräch und etwaige nachgeführte Sitzungen sind extra zu bezahlen. Die notwendigen Dokumente zur Vorbereitung stelle ich online zur Verfügung. RepräsentantInnen zahlen u.a. deshalb auch für die Teilnahme, weil sie für sich selbst enorm viel aus den Erfahrungen mitnehmen können - auch für ihre eigenen Themen, ganz ohne selbst ein Anliegen einbringen zu müssen. Außerdem bietet diese Variante eine gute Möglichkeit, die Methode kennenzulernen. Die Dauer einer Aufstellung ist je nach Anliegen unterschiedlich, im Schnitt plane ich etwa 1-1,5 Stunden dafür.




Muss das immer in der Gruppe stattfinden?


Aufstellungsarbeit ist auch im Einzelsetting unter Zuhilfenahme von Platzhaltern möglich. Ebenso gibt es die Möglichkeit mit dem Systembrett zu arbeiten. Sogar online kann die Methode sehr wirksam eingesetzt werden. Meiner Erfahrung nach bieten alle Varianten durchaus tolle Möglichkeiten, die Arbeit mit echten Menschen als Resonanzkörper, die sprechen und interagieren können, ist jedoch durch nichts ersetzbar und daher mein persönlicher Favorit bzw. meine Empfehlung.





aufstellung linda 6 optimiert.jpg

SYSTEMISCHE FAMILIENAUFSTELLUNG
ORGANISATIONS- & STRUKTURAUFSTELLUNG

Für innere Ordnung

Systemische Aufstellungsarbeit ist eine schnelle und lösungsorientierte Methode, um innere Bilder darzustellen, die individuelle Realität abzubilden, die Ursachen sichtbar macht, die Zusammenhänge verstehen lässt, die Lösungen aufzeigt, die Heilung zulässt und die Entscheidungshilfe leisten kann.

So läuft das ab: Nach einem Vorgespräch werden die relevanten Systemelemente benannt und mit menschlichen RepräsentantInnen besetzt. Die RepräsentantInnen benutzen dabei ihren Körper als Wahrnehmungsorgan, d.h. sie geben einfach wieder, was sie spüren und wahrnehmen. Sie brauchen nichts über das System oder die Menschen darin zu wissen.

Die AufstellungsleiterIn stellt die RepräsentantInnen nach systemischen Prinzipien um und bietet Rituale an, die symptomheilend sind. Dieser Prozess wird so lange fortgesetzt, bis das gesamte System Ruhe oder einen anderen ressourcenreicheren Zustand erreicht hat.

 

Sowohl die AnliegenbringerIn als auch die Repräsentantinnen profitieren in hohem Maße!
Ich arbeite seit 2003 sehr erfolgreich mit dieser wunderbaren Methode.